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Was ist Hypnose?

Das Wort Hypnose leitet sich aus dem griechischen Wort HYPNOS (Schlaf) ab, wobei man in der Hypnose nicht schläft. 

Hypnose bezeichnet ein therapeutisches, lösungsorientiertes Kurzzeit-Verfahren. Sie ist durch den "Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie" als wissenschaftlich geprüftes Behandlungsverfahren in der Bundesrepublik Deutschland seit 2006 anerkannt. (In den USA bereits seit 1958)

Der Zustand während der Hypnose wird auch als Trance bezeichnet. 

Dieser Zustand ist einer der effektivsten Zugänge in unser Unterbewusstsein. Dort sind unsere Glaubenssätze mit den dazu gehörigen Gefühlen, den unbewussten Verhaltensweisen, Erwartungen und Sorgen beheimatet.

Egal ob es sich um ungesunde Essgewohnheiten, Ängste, Rauchen, um Schuldgefühle, Schlafstörungen oder Selbstzweifel handelt, hier sind die meisten Ursachen zu finden.

 

"Hypnose hilft auch dann, wenn alles andere versagt." 
                                          James Braid (Arzt 1795-1860)

 

Aber was genau ist das "Unterbewusstsein" eigentlich?

Das Unterbewusstsein heißt so, weil hier (unter-bewusst) alle Prozesse verankert sind und im Hintergrund koordiniert werden, die unserem Bewusstsein (also dem Teil von uns, mit dem wir die Dinge um uns herum wahrnehmen und beurteilen) nicht zugänglich sind. Es ist der Grundstein unser Persönlichkeit.

Wissen Sie, was Sie als erstes in Ihrem Leben gesehen und gehört haben? Erinnern Sie sich daran, was sie vor 842 Nächten geträumt haben? Warum Sie sich vor bestimmten Dingen ekeln? Weshalb Sie Verhaltensweisen an den Tag legen, die Ihr Leben (positiv oder negativ) beeinflussen? Ihr Unterbewusstsein weiß es.

Können Sie Ihre Körpertemperatur um 3 Grad Celsius erhöhen? Ihr Hunger- oder Sättigungsgefühl beliebig abwechselnd erzeugen? Können Sie Ihren Stoffwechsel ankurbeln oder herunterfahren? Ihren Herzschlag willentlich verlangsamen oder erhöhen? Ihr Unterbewusstsein kann und tut dies alles. 

Sind Sie sich Ihrer Gefühle und Reaktionen bewusst, sowie den dafür zugrundeliegenden Ursachen? Können Sie bewusst innerhalb von 5 Sekunden einschlafen und genau 6 Minuten später wieder aufwachen? Können Sie in Momenten der Angst einfach bewusst diese Angst abschalten? Ihr Bewusstsein kann dies alles nicht, denn es hat andere Aufgaben. Ihr Bewusstsein ist logisch und meist sehr strukturiert. Es sorgt für die verbale Kommunikation, analysiert Probleme und versucht diese zu verstehen. Dabei greift das Bewusstsein auf gemachte Erfahrungen zurück, die im Unterbewusstsein emotional verankert sind.

Das Bewusstsein verhält sich wie ein gut dressierter Wachhund. Um den Kern des Menschen, nämlich seine Persönlichkeit zu schützen, wird es willentlich beeinflusste Veränderungen abwehren. Dies ist einer der Gründe dafür, warum Menschen sich z.B. Ziele setzen, die sie nach kurzer Zeit dann wieder aufgeben.

Am folgenden Beispiel möchte ich deutlich machen, wie Ihr Bewusstsein und Ihr Unterbewusstsein zusammenarbeiten:

Wenn Sie Lust darauf haben, können Sie einen kurzen Test machen. Gehen Sie hierzu an einen Ihnen unbekannten Ort und schauen Sie sich eine Minute lang alle Objekte in Ihrer Umgebung an, die gelb sind. Schließen Sie dann Ihre Augen, und zählen sie diese Dinge nun auf.

Das Bewusstsein hat nur eine sehr begrenzte Kapazität, es kann 5 bis höchstens 9 Dinge gleichzeitig wahrnehmen. Somit filtert Ihr Bewusstsein nur einen kleinen Teil Ihrer Lebenswelt heraus. Ihr Unterbewusstsein erkennt und speichert aber auf den ersten Blick alle roten, grünen, blauen und gelben Objekte in Ihrer Umgebung, da es die Filter des Bewusstseins nicht benutzt. Außerdem nimmt Ihr Unterbewusstsein noch tausende Eindrücke pro Sekunde mehr auf. Zum Beispiel die Temperatur, das Gefühl Ihrer Kleidung auf der Haut, Gespräche im Umfeld, Musik und Gerüche, die Stimmung Ihrer Mitmenschen, den Geschmack der Luft, die Position Ihrer Füße im Raum, Ihren Blutdruck und Ihre Herzfrequenz  u.s.w.

Würde unser Bewusstsein ohne Filter arbeiten, wären wir nicht in der Lage unseren Alltag zu bestehen. Vorsichtig ausgedrückt, wären wir durchgehend irritiert. Optimal wäre ein reibungsloses Zusammenspiel zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein, die Regel sieht jedoch anders aus.

Unser Unterbewusstsein ist wie eine unvorstellbar große Festplatte, auf der sämtliche Erfahrungen und Eindrücke unseres Lebens gespeichert sind. Ohne dass wir Zugriff auf diese Festplatte haben, leben wir unseren Alltag und verhalten uns in der für uns typischen Art und Weise. Dies macht uns in unserer Persönlichkeit so unverwechselbar. Dass im Hintergrund unbewusste Prozesse ablaufen und unser Leben bestimmen, bekommen wir bewusst nicht mit. So bleiben wir unbewusst vielleicht an der roten Ampel stehen, weil unsere Mutter uns als Kleinkind auf der Straße ängstlich an der Jacke zurückgezerrt hat (Stereotype Verhaltensweisen). Oder wir essen zuviele Süßwaren und Lebensmittel, weil wir dies unbewusst mit dem Glücksgefühl des Kleinkindes in Verbindung bringen, das dafür gelobt und belohnt wurde (Adipositas / Bulimie). Oder wir bekommen in bestimmten Situationen Angst, ohne zu wissen warum diese Angst gerade jetzt einsetzt (Panikattacken / Phobien). Diese Aufzählung lässt sich beliebig fortführen.

Somit sorgt unser Unterbewusstsein ständig für unsere Handlungsweisen, weil es "glaubt" dass die Ursachen (meist starke Emotionen aus der Kindheit) heute immer noch Gültigkeit haben. Mit Hilfe der Hypnose ist es möglich, dem Unterbewusstsein neue Handlungsmöglichkeiten vorzuschlagen. 

 

Was genau ist nun Hypnose eigentlich?

Aus Messungen mit EEG oder PET-Scannern weiß man, dass sich durch die Hypnose verschiedene Gehirnareale in ihren Aktivitäten verändern lassen. Manche Areale können stärker als im normalen Wachzustand aktiviert werden, andere werden eher gehemmt.

Dies ist in den letzten Jahren durch bildgebende Verfahren in der Medizin sehr präzise erforscht und dokumentiert worden.

Heute weiß man, dass die Hypnose kein einheitlicher Zustand ist, sondern dass sich mit Hilfe unterschiedlicher Induktionstechniken ganz unterschiedliche „Trance-Zustände“, (also vom Normalzustand abweichende Gehirnaktivitätszustände) erzeugen lassen, die höchst unterschiedliche Effekte mit sich bringen können.

Zudem weiß man, dass die Wirkung der verschiedenen Induktionen auch von der Grundkonstellation des Gehirns der Klienten abhängig ist. Die selbe Induktion kann bei zwei Menschen unterschiedlich wirken und auch empfunden werden, da ihre Gehirne diese unterschiedlich verarbeiten.

Hypnose ist also die willentliche Einflussnahme auf die Aktivitäten des Gehirns und des Bewusstseins.

Hypnose kann zu verschiedenen psychischen oder physischen Zuständen führen, die von der bisherigen "Normalfunktion" abweichen und somit zu unterschiedlichen Zwecken (bspw. im Rahmen einer Therapie) genutzt werden.

Informationen dazu werde ich in regelmäßigen Abständen auf Facebook veröffentlichen. https://www.facebook.com/Hauptstadthypnose

Entscheidend für den Erfolg einer Hypnosebehandlung ist es, welche Verfahren und Techniken in der Trance eingesetzt werden.

Wenn Sie die Hypnosetherapie anspricht und Sie in ihrem Leben tiefgreifende Veränderungen herbeiführen wollen, dann schreiben Sie mir oder rufen mich einfach an. In einem unverbindlichen Beratungsgespräch am Telefon oder in meiner Praxis, können wir dann alle offenen Fragen besprechen. 

Wie fühlt sich Hypnose an?

Sie sind in Hypnose körperlich tief entspannt, während Sie jedoch geistig äußerst konzentriert und aufmerksam sind.

Äußere Reize werden ausgeblendet und die Konzentration erfolgt auf Ihr inneres Erleben. Oft geschieht dies in Form von Bildern, Gerüchen, Gefühlen und Erinnerungen.

Ihr Zeitgefühl verändert sich, die Umwelt wird unwichtig, Sie fühlen sich sehr wohl.

Die meisten Menschen nehmen die Hypnose als eine sehr tiefe und angenehme Entspannung wahr, vergleichbar etwa mit tiefer Meditation - eine Art Genesungsurlaub für Körper und Seele.

Kann in Hypnose etwas gegen meinen Willen geschehen?

Manche Menschen denken, sie seien dem Willen des Hypnotiseurs ausgeliefert und würden ihre intimsten Geheimnisse verraten. Dem ist nicht so: Lehnt ein Klient die Hypnose ab, so stellt sich kein hypnotischer Zustand ein.

In der Hypnose ist niemand dem Hypnotiseur ausgeliefert, der Klient behält die Kontrolle. Er kann die Trance jederzeit beenden.

Sie sind weder bewusstlos, schlafend oder gar machtlos. In einigen Behandlungen sind sie auch aufgefordert, mit dem Therapeuten zu kommunizieren.

Es ist Ihnen zu jedem Zeitpunkt möglich, die Behandlung zu unterbrechen um bspw. auf die Toilette zu gehen. 

(Da sie aber vor der Sitzung sowieso noch mal auf die Toilette gehen, werden Sie keinen Grund verspüren, diese wundervolle Erfahrung zu unterbrechen.)

 

Auf Wunsch werden sämtliche Sitzungen auf Video aufgenommen oder als Sprachdatei gespeichert und meinen Klienten zur Verfügung gestellt.

Wirksamkeit der Hypnose

Die Wirksamkeit der Hypnosetherapie ist wissenschaftlich längst nachgewiesen und belegt.

Das Deutsche Ärzteblatt schrieb bereits in seiner Ausgabe vom März 2004 (Seite 125):

"Die Wirksamkeit von Hypnosetherapie ist in über 200 empirischen Studien nachgewiesen worden"

( http://www.aerzteblatt.de/archiv/40891/Hypnotherapie-Noch-nicht-alle-Ind... )

Die Süddeutsche Zeitung schreibt hierzu:

"Als Behandlungsmethode vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie anerkannt bei körperlichen Erkrankungen, die durch psychische oder soziale Faktoren bedingt sind. Bei Nikotinsucht zum Beispiel, Migräne, Schlaflosigkeit und bei chronischen Schmerzen gibt es Hypnose längst auf Krankenschein.

Bei Kindern und Jugendlichen ist nachgewiesen, dass sie mit Hypnose Chemotherapien gegen Krebs besser vertragen. Über alle Anwendungsgebiete hinweg liege die Erfolgsquote bei rund 70 Prozent, meldet die Deutsche Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie."  

( http://www.sueddeutsche.de/wissen/hypnosetherapie-die-tiefseher-1.409375 )

 

Im Bereich MEDIEN finden Sie auch einige aufschlussreiche Dokumentationen als Videos.

Was passiert in der ersten Sitzung?

Vor der ersten Hypnosesitzung beginnen wir mit einer ausführlichen Anamnese, um den Behandlungsplan individuell auf Ihre persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Hier werden wir auch Ihre Suggestibilität testen um zu sehen, wie gut Sie auf die Hypnose reagieren.

In der anschließenden Hypnosesitzung wird ihre Wahrnehmung auf meine Stimme gelenkt und die Umweltwahrnehmung gerät zunehmend in den Hintergrund.

Über eine angenehme körperliche und geistige Entspannung entsteht der Zugang zu Ihrem Unterbewusstsein und damit eine starke Empfänglichkeit für Suggestionen und Erinnerungen, die wir nutzen werden, um sogar tief verwurzelte Verhaltensweisen nachhaltig zum positiven zu verändern.

Das Unterbewusstsein unterscheidet nicht zwischen eigenen Glaubenssätzen (Suggestionen) und "fremden". Dabei werden Sie in die Arbeit mit einbezogen. D.h. Sie können in der Trance mit mir sprechen und wir arbeiten gemeinsam an der Lösung Ihres individuellen Problems.

Sie entscheiden nach Ihrer ersten Sitzung ob Sie weitere in Anspruch nehmen möchten. Der Abstand liegt idealerweise im wöchentlichen Turnus um Veränderungen beobachtbar und messbar zu gestalten.

Wie eingangs erwähnt, bezeichnet Hypnose ein therapeutisches, lösungsorientiertes Kurzzeit-Verfahren. In den meisten Fällen lässt sich das gewünschte Ergebnis bereits innerhalb von 2-4 Hypnosesitzungen erreichen.

Den Abschluss jeder Kurzzeittherapie bildet eine letzte Sitzung, in der Sie die Selbsthypnose erlernen. Somit erlangen Sie die Befähigung, jederzeit in tiefe Trancezustände zu gleiten um individuelle Problemstellungen zukünftig eigenständig zu lösen. Dadurch vergrößert sich Ihr Handlungsspektrum und Sie werden unabhängiger.

Wenn Sie dies wünschen, können wir uns gerne zu einem unverbindlichen Vorgespräch treffen, Ihre Erwartungen besprechen und auch Ihre Suggestibilität testen. In diesem kostenfreien Vorgespräch erhalten Sie eine kurze Einführung in die Hypnose und Sie haben die Möglichkeit, sämtliche Fragen zu stellen die sie beschäftigen.

Fühlen Sie sich frei, mir Ihre Fragen per Mail zu senden oder rufen Sie mich unverbindlich an.